Jeder Neugolfer hat also drei Optionen.
- Platzreife mit einem Swiss PGA Pro
- Migros Platzreife
- ASGI Platzreife
Alle Golfer, die die Platzreife mit einem Swiss PGA Pro gemacht haben, müssen, um auf den 18-Loch-Plätzen der Migros-Golfparks spielen zu können, die Spielprüfung und den Theorietest noch einmal machen. Daran gibt es kein Vorbeikommen.
Die Migros hat die Auflagen um auf ihren 18-Loch-Plätzen spielen zu können mit Handicap 36 oder Migros-Platzreife betitelt.
Inwiefern ist das nun ein Problem oder ein Vorteil?
Es ist etwas beunruhigend für die Swiss PGA Pros, die mit dieser Massnahme ihrer Platzreife-Hoheit in der Schweiz beraubt wurde. Unifizierung Adios y hasta luego.
Hat die Migros heute immer noch das Billig-und-Platzreife-geschenkt-bekommen-Image. Möglicherweise betiteln viele Diskussionsrunden an den 19. Löchern dies, jedoch ist es unleugbar, dass die Migros sehr viel zum Golfsport in der Schweiz beigetragen hat und auch weiterhin tun wird.
Was spricht da dagegen, dass die Migros nicht eigene Regeln innerhalb ihrer Golfparks aufstellen darf?
Unifizierung (wie vom ASG und der Swiss PGA angestrebt) ist natürlich ein Vorteil, jedoch spielen verschiedene Interessen oft gegeneinander. Nicht nur geschäftliche Interessen, sondern auch interne Kontrollmechanismen und Qualitätssicherung. So ist es leider oft nicht möglich, alle und alles auf den gleichen Nenner zu bringen.
Migros-Golfpark-Mitglieder können sicher sein, dass auch internkontrollierte Neugolfer vor ihnen den Spielrythmus halten können. Wenn sie dies nicht hinbekommen, wissen sie auch, wo sie sich beschweren müssen - bei den eigenen Golflehrern nämlich.
Insofern sehe ich die Situation nicht als Problem an, sondern der Neugolfer muss sich einfach vorher entscheiden, wo er nachher meist spielen möchte. Auf ASG- oder Migrosplätzen. Dementsprechend wählt er dann die für ihn günstigste Option.
Weitere Fragen:
Warum entsteht diese ganze Diskussion um Platzreife-Akzeptanzen und unterschiedlichen Spielberechtigungen?
- Misstrauen der Clubs gegenüber den Golflehrern?
- Verkauf von Platzreifebescheingungen?
- unterschiedliche Anforderungen an Golfer in den diversen Clubs? (Es gibt auf der Welt tausende von Golflcubs, die nur von Mitgliedern gespielt werden dürfen, oder auf denen ein Mindest-Handicap von 28 gilt)
- Ist der Neugolfer ungeduldiger geworden als dass er noch vor 15 Jahren war?
- Ist das Einsteigerlevel in der Vergangenheit gesunken oder gestiegen?
- Infwiefern haben unternehmenswirtschaftliche Gründe mit den Platzreife-Bescheinigungen zu tun?
- Ist die EGA (Europäischer Golfverand) machtlos?
Die PR und PE ist in jedem Land unterschiedlich geregelt. Wichtig für den Neueinsteiger ist eine gute Informationsgrundlage.








